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Der individuelle Velduro Rogue-Aufbau von The Bike Studio – Teil für Teil

  • 29. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Ben von The Bike Studio, dem britischen Vertriebspartner von Velduro, hat kürzlich einen Velduro Rogue mit dem Avinox M2S-Motor aufgebaut. Das Ergebnis ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, was möglich ist, wenn man mit einem Rogue-Rahmen beginnt und das Bike komplett nach den eigenen Vorstellungen aufbaut.

Jedes einzelne Bauteil wurde bewusst ausgewählt. Das Resultat ist ein Rogue, das sich sowohl optisch als auch fahrtechnisch deutlich von einem Serienmodell unterscheidet – und dennoch unverkennbar ein Rogue bleibt.

Hier erfährst du, welche Komponenten verbaut wurden und warum dieser Aufbau zeigt, welche Möglichkeiten ein individueller Rahmenaufbau bietet.


Laufräder, Reifen und Frontpatie

Den Anfang macht ein Carbon-Laufradsatz von Industry Nine mit individuell eingespeichten Speichen. Das Finish in Bronze und Schwarz wird durch eine silberne Hydra-Nabe ergänzt.

Bereift ist das Bike mit Cast-Reifen, einer Kooperation mit Pirelli:

  • Protagonist vorne

  • Antagonist hinten

Diese Kombination richtet sich an Fahrer, die ganz genau wissen, welche Eigenschaften sie sich an ihren Kontaktpunkten zum Trail wünschen – genau darin liegt der Vorteil eines Rahmenaufbaus.

An der Front arbeitet eine Podium-Federgabel. Ben berichtet, dass die Umstellung nach zuvor gefahrenen 36er- und 38er-Gabeln zunächst etwas Eingewöhnung erforderte. Nachdem das Setup jedoch abgestimmt war, überzeugte ihn insbesondere der geschmeidigere Mittelhub, vor allem für leichtere Fahrer.

Schwerere Fahrer oder diejenigen, die mehr Unterstützung im mittleren Federwegsbereich bevorzugen, könnten dagegen eher zu einer 38er-Gabel greifen – genau die Art von Entscheidung, die Käufer eines Rahmenkits selbst treffen können.

Cockpit und Bedienelemente

Auf dem Gabelschaft sitzen Kashima-beschichtete Spacer, kombiniert mit einem Hope-Steuersatz, der optisch perfekt zu den silbernen Details des Bikes passt.

Verbaut sind außerdem:

  • Cast-Lenker mit 38 mm Rise

  • passender Cast-Vorbau

Ein interessantes Detail: Die Cast-Komponenten verfügen über Winkelmarkierungen, mit denen sich Lenkerrotation und Bremshebelposition äußerst präzise einstellen lassen – ohne Schätzen oder Ausprobieren.

Gebremst wird mit Hayes Dominion-Bremsen, die Ben wegen ihres leichten Hebelgefühls und der konstanten Bremsleistung ausgewählt hat.

Den Abschluss bilden SDG-Griffe mit einer ergonomischen Handballenauflage, die auf langen Touren zusätzlichen Komfort bietet.

Antrieb und Fahrwerk

Der komplette Antrieb arbeitet kabellos mit SRAM XO AXS.

Auf der linken Lenkerseite befindet sich der ebenfalls kabellose Remote-Hebel für die Fox Neo Vario-Sattelstütze mit 200 mm Hub.

Diese Lösung sorgt für ein besonders aufgeräumtes Cockpit – auch wenn sie preislich über einer klassischen kabelgebundenen Variante liegt.

Am Hinterbau kommen zum Einsatz:

  • Forks-Kurbeln mit 155 mm Länge

  • ein silberner Rocker Link, passend zur übrigen Hardware

  • ein Fox X2-Dämpfer mit individuellem Tuning

Ben beschreibt das Fahrgefühl des Dämpfers als nahezu vergleichbar mit einem Stahlfederdämpfer.

Weitere Highlights:

  • Leki-Kettenblatt mit 34 Zähnen

  • CeramicSpeed Carbon-Schaltkäfig

Letzteren bezeichnet Ben zwar augenzwinkernd als "völlig übertrieben", hält ihn aufgrund der lebenslangen Garantie dennoch für eine sinnvolle Investition.Die

Die kleinen Details machen den Unterschied

Oft sind es die Kleinigkeiten, die aus einem guten Bike einen echten Traumbike-Aufbau machen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Anomaly Switch Grade-Sattelstützenverstellung, die bergauf mehr Bewegungsfreiheit schafft und bergab den Sattel besser aus dem Weg bringt.

  • SDG Bel Air-Sattel in einer Kevlar Cam Inc. Sonderedition mit farbigen Nähten.

  • Fast Flow PTS Tubeless-Ventile in Bronze als hochwertiger Ersatz für Standardventile.

Auch an die Trinkflasche wurde gedacht: Das Bike nutzt ein Fidlock-Flaschensystem. Laut Ben passen sämtliche von ihm getesteten Flaschen bei Rahmengröße Large und Extra Large problemlos in den Rahmen.

Größe und Geometrie

Ben ist 182 cm groß und fährt:

  • Rahmengröße Large

  • 485 mm Reach

  • 440 mm Kettenstreben

Er beschreibt das Bike als ausgewogen und besonders gut für ein Mullet-Setup (29 Zoll vorne, 27,5 Zoll hinten) geeignet.

Der Rogue-Rahmen unterstützt jedoch ebenso eine vollständige 29-Zoll-Konfiguration, sodass jeder Fahrer die Laufradgröße wählen kann, die am besten zum persönlichen Fahrstil und Einsatzgebiet passt.

Was dieser Aufbau über einen Rahmenkauf aussagt

Genau wegen solcher individuellen Projekte bietet Velduro den Rogue auch als Rahmenkit an.

Rahmen und Avinox M2S-Antrieb bleiben unverändert. Alles andere – von Laufrädern, Bremsen und Fahrwerk über den Antrieb bis hin zu den kleinsten Ausstattungsdetails – kann vollständig nach den eigenen Vorstellungen ausgewählt werden.

Wer darüber nachdenkt, einen Velduro Rogue als Rahmen aufzubauen, findet in diesem Projekt ein gelungenes Beispiel dafür, welches Potenzial in einem individuell konfigurierten Bike steckt. Statt ein fertiges Fahrrad zu kaufen, wird der Rahmen zum Ausgangspunkt für ein vollständig personalisiertes Traum-Bike.

Für weitere Testberichte, individuelle Bike-Aufbauten und Einblicke in die Fahrradbranche lohnt sich außerdem ein Blick auf den YouTube-Kanal von The Bike Studio.


 
 
 

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